Ist der Magenballon im Magen platziert, kann er dort bis zu sechs Monate bleiben, bevor optional ein neuer Magenballon eingesetzt oder nach Erreichen der gewünschten Gewichtabnahme auf die weitere Behandlung verzichtet werden kann.
Durch das Volumen, das der gefüllte Ballon im Magen einnimmt, stellt sich schon bei geringer Nahrungsaufnahme ein Sättigungsgefühl ein und der Patient beendet die Mahlzeit. Auf diese Weise wird ein Gewichtsverlust von bis zu 20 Kilogramm ohne Hungergefühl ermöglicht.
Empfohlen wird die Behandlung Menschen, die einen Body Mass Index von 35 oder mehr haben und unter Begleiterkrankungen, wie beispielsweise einer Diabetes, die durch ihre Adipositas verursacht wurden, leiden. Die Kosten muss man selber tragen, oder unter bestimmten Umständen, übernehmen auch die Krankenkassen die Behandlung.
Durch das körperverträgliche Material des Magenballons erscheinen Übelkeit oder andere leichte Abstoßungsreaktionen meist nur in den ersten Stunden nach dem Eingriff, solange der Körper sich noch nicht an den neuen Fremdkörper gewöhnt hat.
Der Patient kann die Praxis nach Einsetzung des Magenballons, die selbst nur etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch nimmt, ohne längeren Aufenthalt nach einer kurzen Beobachtungszeit wieder verlassen.
Sollte der Magenballon im Magen platzen, verfärbt der mit Farbstoff angereicherte Füllstoff im Innern den Urin des Patienten und nach einer Zurkenntnisnahme sollte umgehend der Arzt verständigt werden, da Gefahr auf einen Darmverschluss durch die Teile des Ballons besteht.
Im Normalfall gelangt der ungefüllte Ballon jedoch ohne Komplikationen in den Darm und kann auf natürlichem Wege ausgeschieden werden.
Zur Entnahme wird der Magenballon nach der Behandlung im Magen entleert und anschließend durch die Speiseröhre wieder herausgezogen. Eine gute Vorsorge und Nachsorge durch den Arzt ist bei dieser Behanhdlung sehr wichtig.