Magenverkleinerung

Durch eine Magenverkleinerung wird das Nahrungsvolumen eingeschränkt. Dies geschieht, in dem der große, gewölbte Teil des Magens, in dem die Produktion des Hungerhormons stattfindet, operativ entfernt und der Rest des Magens schlauchförmig geformt wird. Durch diesen Eingriff wird das Hungergefühl reduziert und es erfolgt eine Gewichtsabnahme, ohne dass der Patient unter einem Hunger- oder Heißhungergefühl leiden muss.

Für wen eignet sich der Eingriff?

Die Magenverkleinerung eignet sich für die Patienten, die auf Grund des Übergewichts unter schweren Beeinträchtigungen des Kreislaufs, Stoffwechsels oder der Bewegungsabläufe leiden. Auch für Patienten, die bereits ernsthaft mit anderen Möglichkeiten versuchten, ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Vorab muss der Patient jedoch sowohl hinsichtlich innerer Krankheiten als auch psychologisch untersucht werden. Nach Abschluss der Untersuchungen berät und entscheidet der Arzt zusammen mit dem Patienten über die Eignung und die Operation an sich, oder ob eher ein Magenballon oder ein Magenband zu empfehlen ist.

Da dieser chirurgische Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wird muss der Patient mit einem Klinikaufenthalt rechnen. Die Operation wird mit entsprechenden, speziellen Instrumenten und einer Kamera durchgeführt. Das Einführen der Instrument erfolgt durch die Bauchwand, es werden mehrere kleine Schnitte benötigt. Sofern bei dem Patienten Verwachsungen in der Bauchhöhle vorhanden sind, ist eine klassische Operation notwendig. Dies bedeutet, dass der Eingriff durch einen größeren Schnitt in der Bauchwand erfolgt. Das Endergebnis ist bei beiden Varianten gleich und es bleibt kein Fremdkörper im Magen zurück.

Welche Methoden gibt es?

Bei der klassischen Operationsvariante muss - sofern keine Komplikationen auftreten - mit einem Klinikaufenthalt von circa einer Woche und einem Arbeitsunfähigkeitszeitraum von vierzehn bis einundzwanzig Tagen gerechnet werden. Andernfalls ist ein Klinikaufenthalt von vier bis fünf Tagen und einem Arbeitsunfähigkeitszeitraum von zehn bis vierzehn Tagen zu rechnen. Die genannten Zeiträume sind natürlich je nach Beschäftigung unterschiedlich.

Nach der Magenverkleinerung empfiehlt der Arzt eine entsprechend auf den Patienten abgestimmte Diät, wobei direkt nach dem Eingriff über einen Zeitraum von etwa vier Wochen nur flüssige Nahrung aufgenommen werden darf. Die Umstellung auf eine "normale" Nahrungsaufnahme erfolgt langsam in einem Zeitraum von etwa sechs Wochen. Dies ist wichtig, um den gespannten, restlichen Magen nicht unnötig zu dehnen und somit gegebenenfalls die an der Magenwand befindliche Naht zu beschädigen.

 

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