Freilich waren die Fälle, in denen Silikon aus Implantaten austraten sehr selten. Ob Silikonimplantate Allergien oder Krebs auslösen können, ist bis heute nicht bewiesen. Silikon befindet sich sogar in zahlreichen Produkten wie Hautcremes, Deodorants und vielem mehr. Sogar in Lebensmitteln kommt es vor. Allgemein gilt Silikon nicht als krankheitserregend. Die Entwickelung einer Allergie gegen Silikon kann niemals ganz ausgeschlossen werden, genauso wenig wie beispielsweise gegen Hundehaare. Im Gegensatz zur letztgenannten Allergie ist jene gegen Silikon jedoch ausgesprochen selten.
Heutzutage werden in der plastischen Chirurgie doppelwandige und mit Silikongel gefüllte Kissen verwendet, so genannte kohäsive Implantate. Auch Implantate mit einer anderen Füllung als Silikongel besitzen in jedem Fall eine Hülle aus Silikon-Elastomer. Ganz ohne geht es also ohnehin nicht. Die Implantate mit Silikongelfüllung bieten das beste Tastgefühl, fühlen sich so angenehm an wie eine natürliche Brust. Die Vernetzung des Gels verhindert bei einer Beschädigung ein Auslaufen. Durch die raue Hülle wird das Einwachsen des Kissens in das Gewebe gefördert und das Risiko der Kapselbildung gemindert. Seit einigen Jahren geben Hersteller sogar lebenslange Garantie auf die Implantate, so dass eine erneute Brustoperation zum Austausch der Kissen nicht nötig ist.
Eine Mammographie kann durch Brustimplantate erschwert, aber nicht unmöglich gemacht werden. Das gilt jedoch für alle Implantate, nicht nur für solche aus Silikon. Freilich kann nicht ausgeschlossen werden, dass unter extremen Bedingungen die Hülle des Silikonimplantats, oder irgendeines Implantats beschädigt wird, beispielsweise durch einen Unfall. Ein schönheitschirurgischer Eingriff ist dann unvermeidlich. Letztlich zeichnet sich das Silikonimplantat gegenüber alternativen Kissen eher durch seine Qualitäten aus. Letztlich sollte sich die Patienten aber für das Implantat entscheiden, welches ihr am meisten zusagt.