Bei der Tumeszenztechnik wird zunächst mit dem Patienten besprochen, welche Bereiche abgesaugt werden sollen und wie viel. Diese Bereiche werden auf der Haut eingezeichnet und die Menge des abzusaugenden Fettes vermerkt. In diese Bereiche wird eine Flüssigkeit gespritzt, die aus physiologischer Kochsalzlösung und einem beigemischten Lokalen Anästhetikum besteht. Das Fettgewebe wird durch diese Lösung innerhalb von 15-60 Minuten flüssig, der OP-Bereich lokal betäubt. Das aufgelöste Fett wird dann über Stricknadeldünne Kanülen durch kleine Hautschnitte abgesaugt.
Es sollte darauf geachtet werden, dass der ausführende Arzt Erfahrung
in der Ausübung dieser Fettabsaugung Operation, denn zur Absaugung müssen
kontrollierte rhythmische Bewegungen ausgeführt werden. Außerdem muss
die Menge des abgesaugten Fettes kontrolliert werden, um
Unregelmäßigkeiten zu vermeiden. Das funktioniert, indem das Fett in
einen Behälter mit Skala gesaugt wird. So hat der Arzt immer im Blick,
wieviel Fett er schon abgesaugt hat. Ebenso sollten Sie überlegen, in welcher Klinik Sie den Eingriff vornehmen lassen.
Um ein noch gleichmäßigeres Ergebnis zu erzielen, kann zusätzlich zur
Tumeszenztechnik noch Ultraschall eingesetzt werden. Dabei werden nach
der Betäubung über eine Sonde auch schwer erreichbare Fettzellen
aufgebrochen und können ebenfalls abgesaugt werden. So kann unter der
Haut besser geformt werden.
Das Ziel der Tumeszenztechnik und anderen Techniken zur Fettabsaugung ist nicht die komplette Entfernung des vorhandenen Fettes. Viel mehr soll nur so viel Fett abgesaugt werden, dass der Körper nach den Vorstellungen des Patienten geformt wird. Dazu ist viel Feingefühl nötig, um durch die Haut ertasten zu können, wo die Fettzellen liegen und welche Menge davon abgesaugt werden kann.