Da die Behandlung ein eher kleinerer Eingriff ist wird er meist ambulant durchgeführt. Ein krankenhausaufenthalt entfällt somit. Je nach Methode wählt der Arzt eine örtliche Betäubung oder verzichtet ganz darauf. Natürlich wird auf Wunsch des Patienten jedoch eine örtliche Narkose verabreicht.
Fast jeder plastische Chirug bietet den Eingriff mittlerweile an. Die Risiken werden gering eingestuft und Schmerzen sind in der Regel kaum zu erwarten. Zunächst bespricht der behandelnde Arzt ihre Wunschvorstellungen und erklärt Ihnen die genauen Methoden. Oft ist es nicht falsch Fotos von den Wunschlippen aus Zeitungen oder dem Internet herauszusuchen und dem Arzt vorzulegen. Oftmals ist eine bildliche Darstellung einfacher zu beschreiben. Dabei wird der Arzt genau mit Ihnen absprechen, wie voll Ihre Lippen werden sollten ohne dass es zu künstlich wirkt. Nicht zu jedem Gesicht passen übermäßig volle Lippen. Die Schönheitschirugen versuchen meist durch den Eingriff die eigene Schönheit hervorzuheben und die Natürlichkeit zu belassen.
Eine Lippenvergrößerung erfolgt in der Regel mit Eigenfett, Kollagen, Botox, Polymilchsäure oder Hyaluronsäure. Durch Unterspritzung der Substanzen direkt in die Lippen sollen diese an Volumen gewinnen. Das Eigenfett wird unter örtlicher Betäubung an einer anderen Körperstelle, meist am Bauch, Gesäß, Knieinnenseite, durch Fettabsaugung gewonnen und anschließend in die Lippen injektiert. Vorteil dieser Methode ist, dass das Fett anschließend aufbewahrt werden kann und bei späteren Nachkorrekturen wiederverwendet werden kann. Zudem ist das Risiko von Allergien sehr gering.
Die anderen Füllmaterialien wie Kollageninjektion werden ebenfalls mit Spritzen direkt in die Lippe gespritzt und anschließend durch den Arzt und leichtem Fingerdruck in die richtige Position gerückt. Kollagen ist wie "Knetmaße" formbar. Die Füllungen müssen jedoch alle 5- 6 Monate erneut verabreicht werden, da es sich mit der Zeit von selbst abbaut. Um Allergien zu vermeiden sollten hier vorab Allergietest auf das Material, das verwendet werden soll, durchgeführt werden.
Die Kosten belaufen sich je nach Methode zwischen 300 - 1200 Euro (Die Eigenfett- Unterspritzung ist meist erheblich teurer).